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Millhope "Truth and dare"
Thomas Mühlhoff ist der Kopf hinter dem Projekt Millhope und offensichtlich auch Namensgeber im Sinne gelber Langenscheidt-Deutsch-Englisch-Übersetzungshilfen. Mit dem vorliegenden Album legt der Künstler sein Debüt vor, welches – ich nehme es mal vorweg – so gar nicht nach einem Erstling klingt. Vielmehr fließen die vorhandenen Klänge mehr als fluffig ineinander und ergeben ein wahrhaft tiefenentspanntes Bild. Dieses wurzelt in den lang zurückliegenden Anfangstagen des Prog- oder auch Kraut-Rocks und erstreckt sich bis in die Chill-Out-Areale heutiger Clubs. Die Vorab-Single "Green yellow yellow" macht es dem Rezensenten zudem unmöglich, sich an dem im Info erwähnten Daft Punk-Vergleich vorbei zu drücken und ein weiterer Künstler, der einem unweigerlich in den Kopf schießt, ist Christopher von Deylen alias Schiller. Aber auch Blank & Jones haben bereits in ähnlichen Gefilden agiert. Willkommen zur Zeitreise zwischen den 70ern, den 90ern sowie den 2000ern und der Ritterschlag ist angesichts der angeführten Referenzen am Ende nur noch eine Formsache. Aufgefüllt werden die entspannten bis groovenden Tracks übrigens immer wieder mit Naturklängen wie Wasserrauschen oder Tiergeräuschen. Die einen sagen "Eso-Mucke", die anderen erkennen stilvolles Ambiente, am Ende ist es – wie immer – Geschmackssache. (Torsten Pape)
Label Hey!blauRecords | VÖ 07.03.2025 | Homepage www.millhopemusic.com